Einleitung

Ihren ersten Geburtstag feierte die Gemeinde am 11. Juli 1911 mit ihrer Gründung. Inzwischen (2015) besitzt sie also das stolze Alter von 104 Jahren. Ihre protestantischen Wurzeln reichen allerdings viel tiefer in die Geschichte. Sinnvoll strukturiert wird diese Gemeindegeschichte durch fünf Fluchtpunkte.

Der erste Fluchtpunkt liegt in der Reformation, die für den Bereich Bockum und Hövel allerdings eine Reformation des Adels gewesen ist. Sie begann 1534 mit dem Übertritt von Gert von Galen zum ev. Glauben und endete nach dem 30-jährigen Krieg 1652 mit der Rückkehr des Alexander von Galen in die katholische Kirche.

Der zweite Fluchtpunkt ist mit dem Datum 13. März 1905 verbunden. Es ist das Datum der Abteufung des Schachtes 1 der Zeche Radbod. Damit bekommt sie ihre Prägung als Bergarbeitergemeinde.

Der dritte Fluchtpunkt ist die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Hier gibt die Gemeinde ein beredtes Beispiel der Zerrissenheit zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche. Beide Positionen existierten in der Kirchengemeinde, ohne allerdings in den offenen Konflikt zu treten.

Der vierte Fluchtpunkt ist 1945, dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Beginn der Nachkriegszeit. Im Vordergrund standen in dieser Zeit die Beseitigung der Kriegsschäden und die Bewältigung eines erstaunlichen äußeren Wachstums der Gemeinde. Dazu kam in den Bezirken Herbern und Walstedde die Integration der Flüchtlinge aus dem Osten.

Der fünfte und bislang letzte Fluchtpunkt liegt um die Jahrtausendwende. Seitdem wird die Gemeinde von äußeren und inneren Veränderungen deutlich bestimmt. Die Gemeindefinanzierung auf dem Hintergrund des demographischen Wandels war und ist hier maßgeblich. Als Eckdatum ist hier das Jahr 2007 zu nennen, in dem die Gemeindeteile Herbern und Walstedde den Gemeinden Werne und Ahlen zugeordnet wurden.

Die hier wiedergegebene Gemeindegeschichte bezeugt gleichzeitig die Sichtweisen aus verschiedenen auch historisch unterschiedlichen Blickwinkeln. Pfarrer Hans Witt gibt einen kurzen Einblick in die Reformationsgeschichte. Die Geschichte von der Gemeindegründung bis 1959 stammt aus der Feder von Pfarrer Erwin Lorentz. Sie wird auf unserer Seite kommentarlos wiedergegeben. Die langjährige Mitarbeiterin im Gemeindebüro, Wilhelmine Effenberger, hat an vielen Stellen die Chronik der Gemeinde weitergeführt. Auch ihre Darstellung wird hier wiedergegeben.

Den Bezirk Herbern Walstedde hat ein Aufsatz von Emmi Gabriel im Blick.

Hans Witt

Gemeindebüro

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Tel.: 02381 / 71383
Fax: 02381 / 70011

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