1959-1989 von Wilhelmine Effenberger

Jetzt lesen Sie die Fortsetzung der Gemeindegeschichte von Wilhelmine Effenberger...

"Am 1. Oktober 1959 tritt Pfarrer Lorentz in den Ruhestand. Als sein Nachfolger wurde Pastor Uffmann am 13. Dezember 1959 in sein Amt eingeführt.

Die Seelenzahl der Kirchengemeinde, hatte nach dem Krieg durch den Zuzug vieler Familien aus Ost- und Mitteldeutschland stark zugenommen. Auch in den Dörfern Herbern und Walstedde wurden viele Flüchtlinge untergebracht. Zu den Vertriebenen in Walstedde gehörte auch Pfarrer Bufe. Er übernahm für einige Jahre den seelsorgerlichen Dienst in Walstedde.

1951 konnte die Kirchengemeinde für den Bau einer kleinen Kirche in Herbern ein Grundstück erwerben. Am 21. Dezember 1952 erfolgte die Einweihung der Auferstehungskirche, Herbern.

Pfarrer Dr. Klein übernahm diese Pfarrstelle. Es war die 3. Pfarrstelle für Bockum-Hövel mit Sitz in Herbern. Ende 1961 gingen Pfr. Dr. Klein und Pfr. Bufe in den Ruhestand. Zwischenzeitlich betreute Pfarrer Klie aus Nordkirchen die Gemeindeglieder in Herbern, bis 1964 Pfarrer Böning kam und den Dienst in Herbern und Walstedde übernahm.

Da unsere Gemeinde als sehr baufreudig bezeichnet werden kann, die Gründung der Gemeinde und der Wiederaufbau brachten es so mit sich -, ließ auch der Bau des neuen Gemeindezentrums am Uphof nicht lange auf sich warten.

Ende 1960 wurden in Bockum-Hövel die Pfarrbezirke neu eingeteilt. Die 4. Pfarrstelle übernahm der schon seit 1959 in unserer Gemeinde tätige Pastor Stöcker. Seine Ordination war am 3. April 1960 und die Einführung als Pfarrer am 8. Oktober 1961. Ein knappes Jahr später, am 19. 5. 1962 kam es zur Grundsteinlegung des neuen Gemeindezentrums am Uphof, das am 6. Oktober 1963 eingeweiht werden konnte. Pfarrer Stöcker ist bis zum heutigen Tage dort tätig. Zur Vervollständigung des Gemeindezentrums wurde am 1. August 1973 der neue Kindergarten eingeweiht.

Die Renovierung und Umgestaltung der Kreuz-Kirche fand 1966 statt. In diesem Jahr verließ Pfarrer Uffmann die Gemeinde und die erste Pastorin (Frau Worm) hielt im Pfarrhaus an der Hammer Straße ihren Einzug. Nach ihrer Eheschließung schied sie aus dem pfarramtlichen Dienst aus. Frau Pastorin Dorothea Richter kam in ihre Nachfolge und wurde am 15. September 1968 in ihr Amt eingeführt.

Pfarrer Hugo Echternkamp ging am 30. April 1969 nach fast 39jähriger Tätigkeit in Bockum-Hövel in den Ruhestand. Die Wiederbesetzung der Pfarrstelle war schon vorbereitet. Als Nachfolger konnte Pfarrer Karl Heinz Supplie schon am 15. Mai 1969 seinen Dienst in Bockum-Hövel antreten (Einführung am 18. Mai) und dabei das neuerbaute Pfarrhaus neben der Kreuz-Kirche beziehen.

Als nächste Planung stand ein Ersatzbau für den Kindergarten im Gustav-Adolf-Haus an. Der alte Kindergarten, der 1950 auf den Trümmern wiederaufgebaut worden war, entsprach schon lange nicht mehr den Auflagen des Landesjugendamtes. Die Gemeinde war froh und stolz, als der neue Kindergarten am 27. Oktober 1974 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Die Freude war leider von kurzer Dauer. Am 1. April 1978 entstand durch Brandstiftung erheblicher Schaden, und die Kinder mußten für einige Monate wieder ins Gustav-Adolf-Haus zurück. Nach kostspieligen Renovierungsarbeiten konnte am 4. September 1978 die Arbeit im neuen Kindergarten wieder aufgenommen werden.

W. Effenberger

Auch in der Stadt Bockum-Hövel (jetzt Hamm) war eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen und, damit verbunden, ein stetiges Anwachsen der Bevölkerung. Auch die Seelenzahl der Evangelischen Kirchengemeinde wuchs dementsprechend. Dadurch wurde es nötig, bei der Landeskirche einen Antrag auf Errichtung einer weiteren Pfarrstelle - die fünfte für Bockum-Hövel - zu beantragen. Die Genehmigung erfolgte 1982.

Aus den bisherigen 3 Pfarrbezirken im Stadtteil Bockum-Hövel, dem 1., 2. und 4. Bezirk, wurde ein neuer, der 5. Pfarrbezirk abgezweigt.

Für den 2. Pfarrbezirk wurde eine Pfarrwohnung mit Gemeinderaum Hauptstraße 22, angemietet und von Pfarrer Supplie bezogen.

Die Besetzung der neuerrichteten 5. Pfarrstelle machte anfangs Schwierigkeiten. Nach einer Vakanz zog Michael Schmidt als Pastor im Hilfsdienst am 1. April 1985 in das schon seit langer Zeit verwaiste Pfarrhaus an der Kreuz-Kirche ein. Seine Ordination fand am 25. August 1985 statt. In einem Wahlgottesdienst am 12. April 1986 wurde Pastor Schmidt zum Pfarrer der 5. Pfarrstelle in Bockum-Hövel gewählt. Die Einführung erfolgte am 22. Juni 1986.

Der 20. Oktober 1985 war für die Gemeindemitglieder in Walstedde ein besonderer Tag. Die Gottesdienststätte in Walstedde, „Paul-GerhardHaus" genannt, wurde an diesem Tage eingeweiht.

Jahrzehnte hatten die Gemeindemitglieder in einem Schulraum den Gottesdienst gefeiert. Durch ständigen Zuzug ist die Gemeindegliederzahl auf über 500 angewachsen. Darunter viele, die das Gemeindeleben in Schwung brachten. Für Gottesdienst und Gemeindearbeit steht nun ein Zentrum zur Verfügung, das gerne angenommen wird.

In diesem Bericht wurde versucht, kurz zusammenzufassen, was in 75 Jahren in unserer Kirchengemeinde geschah.

Vieles bleibt ungesagt!!

Vom Tage der Gründung (11. 7. 1911) an, und auch schon in den Jahren davor, bis in die heutige Zeit hat es immer Menschen gegeben, die hier unerwähnt bleiben und doch ihre ganze Kraft in den Dienst der Gemeinde gestellt haben.

Wir denken an die Vikare und Hilfsprediger, Gemeindeschwestern und Kindergärtnerinnen, Küster und Hausmeister und alle anderen haupt-und nebenberuflichen Mitarbeiter.

Vergessen wir nicht den Einsatz und die Mitarbeit der Presbyter und ehrenamtlichen Kirchmeister. Groß ist die Schar der Gemeindemitglieder, die in den vergangenen Jahrzehnten ehrenamtliche Dienste übernahmen. Nur so war Gemeindeleben möglich. „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde; geboren werden und sterben; pflanzen und ausreißen; töten und heilen; abbrechen und bauen; weinen und lachen; klagen und tanzen; schweigen und reden; lieben und hassen; Streit und Friede." Prediger Salomo, 3

Wilhelmine Effenberger

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Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
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